:: Collagen ::

Stofflichkeit, Komposition und Farbe sind entscheidende Kriterien der Collagen. Ich bediene mich gefundener Gegenstände und Stofffragmente, auch Abfälle. Das Material wird weitestgehend im vorgefundenen Zustand belassen, dessen ästhetische Feinheiten in Gestalt von Rissen, Flecken und anderen Macken künstlerisch genutzt. Der Umgang mit dem puren, ursprünglichem Material ist offen, provisorisch, vorläufig, experimentell.

Die Raster und Konstruktionen lassen auch hier Assoziationen zur Architektur entstehen. Die Formen sind bildparallel in mehreren Schichten und Ebenen, einem Davor und Dahinter, einem Darüber und Darunter angelegt. Die Dynamik der formalen Verbindungen ergibt sich aus dem Zusammenwirken unterschiedlichster Materialien: rau, glatt, glänzend, matt. In einigen Collagen ergibt sich durch Überlagerung Körperhaftes, Formen, die in den Vordergrund treten. Andere sind in ihrer verwobenen Eigenart, im Ineinanderübergehen der Flächen eher am Bildraum orientiert.

Diesmal transformiert das einfache Material selbst das Interesse an Altem, Gefundenen, Unbedeutsamen: beschmierte, verschmutzte, beschriebene, bekritzelte Materialien aus dem Leben. Dessen Unscheinbarkeit wird umgewandelt in etwas Sichtbares, der Betrachter dafür im besten Fall sensibilisiert.

:: Collages ::

Materialness, composition and color are crucial criteria of my collages. I avail myself of found articles and fragments, also waste. The material is left in the found condition, its aesthetic refinement, its marks are used artistically.

The handling of the pure, original material is open, provisional, experimental.

The rasters and constructions associate architecture. The forms are put on picture parallel in several layers and levels, a before and behind, an over and under. The dynamics of the formal connections result from the co-operation of different materials: rough, smooth, shiny, dull. In some collages an all-over arises as a result of overlay. They step into the foreground. The surfaces of others are rather enmeshed and merged and aligned on visual space.

This time the simple material transforms the interest in aging, in ordinary, trivial things: soiled, dirty, stained, written on materials of life. Its inconspicuousness is converted into something visible, arousing the viewers sensibility.

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